Integrative Onkologie

Die Kombination aus konventionellen Therapien, die in der Onkologie durch Leitlinien vorgegeben sind, und komplementäre Verfahren wird als Integrative Onkologie bezeichnet.

Sie grenzt sich deutlich von der Alternativmedizin ab, in der Konzepte verfolgt werden, die eine schulmedizinische Therapie ersetzen sollen. So verzichtet die Alternativmedizin im Bereich Onkologie auf eine Chemo- oder Strahlentherapie.

Die Nachfrage für Integrative Onkologie ist groß!

  • Mehr als 75% aller Krebspatienten interessieren sich für komplementäre Behandlungsverfahren
  • 40 bis 70% aller Krebspatienten nutzen naturheilkundliche Methoden ergänzend zur konventionellen Krebstherapie
  • Umfrage bei Brustkrebspatienten, die sich in der Strahlentherapie befanden: 91% der Patienten nutzen komplementäre und alternativmedizinische Verfahren, meist ohne den behandelnden Onkologen davon zu berichten!

Auszug aus „der Onkologe“ Ausgabe 2/2009

Die biologische Krebstherapie geht davon aus, dass der Krebs eine Erkrankung des ganzen Körpers ist und der Tumor nur das späte sichtbare Zeichen. Die Sanierung des ganzen Körpers, des Stoffwechselmilieu, steht somit im Vordergrund der Behandlung der biologischen Therapie. Während in der Schulmedizin die Verringerung der Tumormasse und die anschliessende Chemotherapie im Fokus stehen, möchte man in der ganzheitlichen Tumortherapie vor allem das Immun- und Abwehrsystem stärken.

Beide Ansätze ergänzen sich und sind aufeinander angewiesen! Der Schulmediziner wird erkennen, dass die Bekämpfung des Tumors v.a. durch Chemotherapie enorme Schäden im Stoffwechsel des Patienten angerichtet werden, die ihn nicht selten (bes. bei wiederholten Zyklen) in die Erschöpfung (Kachexie) treiben.

Der ganzheitliche Therapeut wird erkennen müssen, dass die Immuntherapie oft nicht ausreicht, um bestimmte Mengen von Tumorzellen ausreichend zu entfernen.

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Das in unserer Praxis vertretene INTEGRATIVE KONZEPT versucht bei konsequentem Einsatz aller sinnvollen biologischen Methoden. Noch während der Behandlung durch Bestrahlung, Operation und Chemotherapie kommen begleitend abwehrstärkende und immunologische Methoden zum Einsatz. Hierbei sind Kenntnisse der chemotherapeutischen Behandlung und der Interaktionen der eingesetzten biologischen Verfahren sehr wichtig.

Magische Hände

Es besteht eine enge Kooperation mit den behandelnden Onkologen vor Ort, sodaß sich die Behandlungen ergänzen und aufeinander abgestimmt sind. Weiterhin bestehen enge Kooperationen mit medizinischen Fachgesellschaften, die es auch dem Patienten ermöglichen, sich ein genaues Bild der möglichen Behandlungen zu machen. Nur der mündige und voll informierte Patient ist in der Lage, sich selbstverantwortlich zusammen mit dem ganzheitlichen Therapeuten in der Zusammenstellung der Therapie abzustimmen.

Links:
www.biokrebs.de
www.bioimmuntherapie.de
Netzwerk Integrative Onkologie GmbH i.G. www.onkologieonline.de
Neue Wege in der Krebstherapie Folge 1 + 2” 

Besonders wichtig ist es, Belastungen zu erkennen, die ursächlich für die Krebsentstehung sein können:

  • Immundefizite aufdecken und durch Immuntherapien gezielt die Selbstheilungskräfte stärken und aktivieren
  • Genetisch determinierte Entgiftungsstörungen diagnostizieren
  • Belastungen durch Schadstoffe aufspüren und ausleiten, z.B. Schwermetallbelastungen und Umweltgifte,
  • Versteckte Entzündungsquellen aufspüren und beseitigen,z.B:
    • chronische Darmentzündungen
    • nur ein intakter Darm kann alle wichtigen Nährstoffe, Vitamine, Mineralien und Spurenelemente aufnehmen (diese Resorptionsfähigkeit kann unter einer Krebstherapie geschädigt werden)
    • chronische Virusentzündungen
    • Störfelder der Zähne oder des Kieferknochens (Herdsanierung)
  • Absicherung einer optimalen Versorgung mit Mikronährstoffen zur Optimierung der Zellfunktionen
  • Mitochondrienmedizin, d.h. Verbesserung der zentralen Steuerung des Zellstoffwechsels
  • Analyse der Lebensgewohnheiten um dysfunktionales Verhalten wie falsche Ernährung, Sport und Streßbewältigung zu optimieren.

Folgende biologische Verfahren kommen v.a. zum Einsatz:

Infusionen mit CURCUMIN

Curcumin hat sich in der akuten Phase einer Krebserkrankung sehr zur Bekämpfung von Tumorzellen bewährt. Die Abwehrkraft von Curcumin gegen potentiell krebserregende freie Radikale beruht auf seiner immunstimulierenden Fähigkeit. Nicht nur die Beeinflussung zytotoxischer T-Zellen sondern auch eine Vermehrung eines antimikrobiellen Proteins im menschlichen Immunsystem.

Ergebnisse einer Curcumin-Studie, die im Fachblatt Journal of Nutritional Biochemistry veröffentlicht wurde zeigen, dass der sekundäre Pflanzenstoff Curcumin einen messbaren Anstieg des Proteins Cathelicidin im menschlichen Organismus bewirkt. Hierbei handelt es sich um ein antimikrobielles Peptid (cAMP), mit dem das Immunsystem sich gegen Bakterien zur Wehr setzen und somit Infektionen und chronischen Erkrankungen vorbeugen kann.

Hochdosis-Infusionen mit Vitamin C s.dort

Ozon-Sauerstoff-Infusionen s.dort

ORTHOMOLEKULARE THERAPIE s. dort

Die orthomolekulareTherapie ist wissenschaftlich gut fundiert und arbeitet mit Mikronährstoffen wie Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen wie Aminosäuren. Nicht nur der bekannte Einsatz von Vitamin A,C und Vit. E. sondern vor allem die Erkenntnisse über die Wichtigkeit von dem Spurenelement Selen haben die Wichtigkeit dieser Methode begründet. Dabei werden nicht nur die notwendigen Stoffe (nach Laboranalyse) ergänzt, sondern teilweise auch in besonders hohen Dosen verabreicht, als Seleninfusionen oder auch als hochdosierte Vitamin C Infusionen (s.dort). Hierbei kommen hohe Vitamin C Mengen von bis zu 40 g(!) pro Infusion zum Einsatz, wobei Tumorzellen abgetötet werden können.

Zusätzlich haben sich aber auch andere Mikronährstoffe, wie Zink, Glutathion, Q10 , Bioflavonoide, Lycopin, Curcumin, Artemisinin , Aminosäuren (s. Bioimmuntherapie), DCA (Dichloracetat) u.a. bewährt.

MISTELTHERAPIE

Während die Misteltherapie lange belächelt wurde, mehren sich die Hinweise durch kontrollierte Studien, dass sich der Mistel-Wirkstoff Lectin hemmend auf das Tumorwachstum auswirkt und die Lebensqualität erheblich verbessert. (Dtsch Arztebl Int 2014; 111(29-30): 491-2). Erst jetzt ist wieder eine Placebo-kontrollierte Doppelblindstudie mit Mistel-Extrakt Lektinol durchgeführt worden, die klar nachgewiesen hat, dass Lebensqualität und Heilungschancen bei Patientinnen mit Mamma-Carcinom signifikant verbessert wurde. (www.mistelsymposium.de)

Insgesamt kann man durch eine Misteltherapie eine

  • positive Beeinflussung der Lebensqualität der Krebspatientinnen erwartet werden
  • Beeinflussung der Überlebenszeit und des Tumorverhaltens sind wahrscheinlich, müssen aber durch künftige Studien noch weiter geklärt werden. Grossarth et al. 2001, 2006, 2007 und 2008 www.wissenschaft.mistel-therapie.de
  • Verminderung der Nebenwirkungen von Chemotherapie, Strahlentherapie, Operation und diesbezüglicher
  • Verbesserung der Lebensqualität wurde in zehn Studien untersucht, hiervon berichteten sieben über einen statistisch signifikanten Vorteil der Misteltherapie
  • Lebensqualität und Coping-Verhalten (Selbstregulation) wurde in 16 Studien untersucht, hiervon zeigten 13 einen statistisch signifikant positiven Vorteil
  • Die Verträglichkeit war meist gut. Ein Fall von Urtikaria und Angioödem wurde beschrieben [26]. Darüber hinaus wurden keine größeren Nebenwirkungen berichtet.

Gespritzt wird meist dreimal wöchentlich mit einer dünnen kurzen Nadel in die Bauchhaut, dies ist fast schmerzlos. Nach 14 Injektionen macht man zwei Wochen Pause. Diese Pause wird mit jedem Jahr der Therapie länger, so dass 5 Jahre nach der Krebserkrankung nach einer Serie von 14 Injektionen 8 Wochen Pause gemacht wird.

PROTEOLYTISCHE ENZYME

Bei der Verwendung von proteolytischen Enzymen (eiweißspaltend), kommt es zur Auflösung von köperfremden Eiweißen. Neben Trypsinen, Proteasen, Amylasen kommen Ananas- (Bromelain) und Papaya- (Papain) Extrakte zur Anwendung. Diese besitzen ein breites Wirkungsspektrum:

  • entzündungshemmend,
  • gegen Ödeme,
  • schmerzstillend,
  • gerinnungshemmend,
  • Thrombus- und Fibringerinnsel auflösend
  • Regulation verschiedener Immunzellen

Auch Nebenwirkungen von Strahlentherapien werden abgemildert.

HERDSANIERUNG/ Zahnsanierung

In der Theorie von Herderkrankungen geht man davon aus, dass an entlegenen Stellen im Körper Wirkungen durch Entzündungen in einem anderen Bereich z.B. dem Kiefer/Zähnen verursacht sind.
z.B. eine rheumatische Erkrankung, die durch eine Wurzelbehandlung ausgelöst wurde und durch die Entfernung des Zahnes ausheilte.
Erst wenn die lokale Abwehr am Ort des Geschehens zusammenbricht, entsteht eine Fremdwirkung an einem anderen Organ, z.B. dem Bindegewebe!

Bei einem relativ gesunden Organismus ist ein Herd oft kein wesentliches Problem. Erst bei größerer Belastung des Gesamtorganismus durch Erreger (Bakterien, Viren, Pilze) oder Belastungsstress kann er zu einem größeren Problem werden.

Die allgemein üblichen Labortests ergeben oft keine ausreichenden Anzeichen für das Vorliegen eines Herdgeschehens.

Erst immunologische Tests, sowie die Messung der antioxidativen Kapazität oder die Bestimmung von Zerfallsprodukten von Zahnmaterial (Putrescin/Cadaverin) ermöglichen unter anderem die weitere Diagnostik.

Von einem Herd gehen verschiedene Störungen aus. Diese sind insbesondere: a.) Die Abwehrreaktionen des Immunsystems. b.) Die Kräfte des Organismus, die das Gleichgewicht einer energetischen Steuerung garantieren. c.) Die Gewebsstruktur, die zwischen den eigentlichen Organzellen liegt, der sogenannte „interzelluläre Raum – ICR“ oder das „System der Grundregulationen“.

Bei chronischen Fernwirkungen ist der Zusammenhang zwischen störendem Geschehen und Krankheitszeichen nicht leicht zu erkennen. Auch die Therapie wird meistens lange dauern.

  • Herde sind meist nicht an die Existenz von Bakterien gebunden.
  • Herde sind in der Regel nicht am Ort des Schmerzes auffindbar.
  • Herde sind häufig nicht durch übliche Laboruntersuchungen aufzudecken.
  • Herde zeigen meist an ihrem Ort keine sichtbaren Veränderungen.
  • Herde zeigen oft wechselnde Beschwerdebilder.

Herde existieren es nicht nur im Zahn – Kieferbereich, auch entzündete Mandeln, Nasennebenhöhlen, Darmerkrankungen und Narben können als Herde wirken.
Eine Herdsanierung sollte immer begleitet werden von einer Ernährungsumstellung auf Vollwertkost und einer Darmtherapie (Symbioselenkung). Es ist notwendig, im Rahmen einer gründlichen Herdtherapie auch die vorhandenen Amalgamfüllungen zu entfernen.

Eine Herdsanierung ist angezeigt, wenn eine allgemeine Erkrankung chronisch ist, sich jeglicher Therapie widersetzt oder im Falle einer Heilung der Krankheitszustand erneut eintritt (Rezidiv). Dies trifft besonders auf folgende Krankheiten zu:

  1. Alle Formen von Rheuma (aber nur im frühen Stadium, wenn noch keine Gelenksveränderungen eingetreten sind)
  2. Funktionelle Beschwerden an Gelenken und Muskeln
  3. Neuralgiforme Beschwerden
  4. Migräne und Kopfschmerzen
  5. Ekzeme und Hauterkrankungen

Bei den grossen chronischen Erkrankungen Multiple Sklerose, Krebs, Diabetes etc. ist eine gründliche Zahnsanierung immer sinnvoll, um Therapieblockaden für den Heilungsprozess zu beseitigen.

Therapie:
Ist die Ursache der Herderkrankung festgestellt, so ist diese zu beseitigen. Das bedeutet u.a. neben einer Abwägung über eine möglicherweise notwendige Operation die Gabe von passenden Immuntherapeutika, die in der Lage sind, die chron. Entzündungen zu beseitigen.