Orthomolekulare Medizin (OM)

Grundgedanke:

Der menschliche Körper benötigt ein genau abgestimmtes Gleichgewicht von Vitaminen, Mineralstoffen, Aminosäuren  und  Spurenelementen.
Chronische und lästige Gesundheitsprobleme wie Mattigkeit, Kopfschmerzen, Gewichtsverlust und –zunahme, Schlafstörungen, Nervosität und Verdauungsstörungen hängen oft mit Nährstoff-Defiziten zusammen. So führte z.B. Vitamin C Mangel – aufgrund fehlenden frischen Obstes und Gemüse –  bei  langen Seereisen zu blutigen Entzündungen im Mundraum und ZahnausfallDer zweifache Nobelpreisträger  Linus Pauling war der Pionier der orthomolekularen Medizin. Er wandte die Erkenntnisse bei sich selbst an und prägte den Begriff.
Es geht um die adäquate und kontrollierte Zufuhr von fehlenden orthomolekularen Substanzen, die bei jeder Erkrankung notwendig ist, um die „Körperbatterie“ wieder aufzuladen. Somit ist die OM auch ein Teil der Ernährungsmedizin.

Mangel an Mikronährstoffen ist bedingt durch ausgelaugte Böden bei  industrieller  Nahrungsproduktion, fehlende Bodenbakterien, Verwendung von Kunstdünger, Herbiziden und Pestiziden, lange Lagerungszeiten, Konservierungsstoffen, geschädigte Bakterienflora im menschlichen Darm, als auch durch vermehrten Verbrauch solcher Stoffe bei hoher körperlicher Belastung (Streß, Krankheit, Schlafmangel etc.). Unabhängig davon ist Deutschland z.B. ein SELEN-Mangelgebiet, d.h. die SELEN-Spiegel im Blut finden sich hier besonders  niedrig.

Bei einer Unterversorgung  werden die  durch Umweltbelastung  aufgenommenen oder durch Krankheit entstandenen  „freie  Sauerstoffradikale“  nicht mehr ausreichend entgiftet. Diese wirken zellschädigend bis hin zur Entstehung von chronischen Krankheiten und auch von Krebs.

Es soll die Ursache und nicht die Symptome von Erkrankungen behandelt werden.  Durch die Verwendung körpereigener Substanzen ist die Nebenwirkungsrate relativ gering, aber  durchaus vorhanden. Meist werden mehrere Substanzen gleichzeitig verabreicht.

Durchführung:

Wir bieten in unserer Praxis eine genaue Blutanalyse aller  Mikronährstoffe an und sind somit in der Lage, alle notwendigen Stoffe  kontrolliert zu  verabreichen.  Somit werden mögliche Überdosierungen bei  der Gabe vermieden.  Therapeutisch bieten wir bei akuten oder schweren chronischen Erkrankungen auch Infusionen mit Mikronährstoffen an (z.B. Vitamin C, Selen, Zink, Vitamin B, E,  Glutathion, Carnitin, Folsäure, Magnesium, Calcium etc.), die einen schnelleren Erfolg ermöglichen. Bei Krebserkrankungen haben sich Vitamin C Hochdosistherapie-Infusionen bewährt (bis 75 g Vitamin C/Infusion).

Anwendung:

  • Chronische Krankheiten
  • Erschöpfungszustände – Burnout
  • Infektanfälligkeit und Abwehrschwäche
  • Verbesserung der Leistungsfähigkeit

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