Therapiemöglichkeiten für chronische Bakterien- und Viruserkrankungen

Nachdem in der Vor-Antibiotikaära die akuten Infektionen allgemein im Vordergrund standen, haben sich in den letzten Jahrzehnten die chronischen Virus- und Bakterienerkrankungen ausgebreitet. Ursächlich hierfür vermutet man das allgemeine Nachlassen der Immunfunktionen durch vermehrte Industrienahrung, chemische Zusatz- und Konservierungsstoffe, Schwermetallbelastung und Mobilfunkstrahlung. Es handelt sich nicht nur um die chronische Borreliose, sondern vor allem um folgende Erreger:

  • Epstein Barr Virus (Mononukleose)
  • Coxsackie Virus A/B (Bornholmsche Erkrankung)
  • Chlamydieninfektionen (v.a. Chlam. pneumoniae)
  • Cytomegalie-Virus (CMV)
  • Streptokokken (als subakute Entzündungen)
  • Yersinien (Darmerreger)
  • Candida Hefe

Viele dieser Erreger sind in ihrer chronischen Verlaufform schwer nachweisbar, da sie sich oft maskieren (verstecken), indem sie eine Gelschicht entwickeln, und somit vom Immunsystem nur schwer angegriffen werden können. Normalerweise werden lediglich Antikörpertestungen durchgeführt, die lediglich in den akuten Infektphasen eine genaue Information geben, für die chronische Verlaufsform aber wenig aussagen. Neuere immunologische Tests ( wie Cellspot oder Lymphozytentransformationstests LTT) sind hier wichtige Hilfen im aufspüren solcher chronischer Infektionen.

Die Patienten leiden nicht selten unter rheumaähnlichen Beschwerden, allgemeinem Krankheitsgefühl und vor allem chronischer Erschöpfung und Müdigkeit (CFS – chronic fatigue syndrom).

Diese Zustände werden von vielen Ärzten nur unzureichend erkannt und schlüssig diagnostiziert. Meistens wird ihnen seitens psychiatischer Kollegen eine somatisierte Depression bescheinigt. Eine antidepressive Therapie mittels Medikamenten hilft aber nicht wirklich, da die Infektion unbehandelt bleibt.

Für die Therapie chronischer Infektionen ist die Entgiftung des Körpers von Schadstoffen entscheidend.

Dies erfolgt vor allem durch eine ganzheitliche Ernährungsumstellung. Weg von einer fett- und fleischbetonten „Schmankerlküche“, Fast-Food oder Verzehr von Fertiggerichten, hin zu einer vitamin- und mineralstoffreichen Vitalkost. (s. auch Vitalkost) Vorsicht vor Eiweißmagel, besonders bei vegetarischer bzw. veganer Ernährung. Alle Abwehrstoffe im Körper bestehen vor allem aus Protein!

Diagnostisch lassen sich blutchemisch Vergiftungen durch Schwermetalle, Lösungsmittel oder chemische Zusatzstoffe feststellen.
Eine differenzierte laborchemische Analyse der Darmflora ist ein weiterer wesentlicher Bestandteil der Entgiftungstherapie. (s. Darmflora) Therapeutisch kommen hier vor allem Probiotika und spezielle Heilerden zum Einsatz.
Sehr häufig findet man Vermehrung von Darmpilzen und Hefen, die das Immunsystem stark schwächen und durch falsche Ernährung oder Enzymschwäche bedingt sind.

Therapie:

Nach einer konsequenten Entgiftungstherapie erfolgt die Immuntherapie der chronischen Infektionskrankheit.
Dazu werden zuerst alle Defizite der Vitamin- und Mikronährstoffversorgung und der Hormone analysiert (Blut/Urin) und ausgeglichen.
Dann erfolgt eine gezielte Immunstimulation der natürlichen Killerzellen und/oder der T-Lymphozyten nach entsprechender Testung von immunmodulierenden Medikamenten (u.a. Echinacea, Helleborus, Mistel, Faktor AF2, Biobran, Süßholz uvm.) im Blut. Hierdurch läßt sich eine sehr gezielte Immuntherapie durchführen und das Immunsystem wieder regenerieren.
Weitere Therapieansätze richten sich direkt gegen die Erreger!

  • Ozon-/Sauerstoffinfusionen
  • Hochdosis Vitamin C Infusionen
  • Kolloidales Silber als Antiseptikum
  • bestimmte Pflanzen wie z.B. Artemisinin (Artemisea annua/ Beifuß) etc.

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